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	<title>Twisted World of I-Wolf</title>
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		<title>iba de gaunz oamen leit video trailer</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 13:37:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>I-Wolf</dc:creator>
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		<title>Iba de gaunz oamen Leit &#8211; die Premierenkritik &#8211; Kulurwoche.at</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 13:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>I-Wolf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selten genug, dass Lyrik dramatisiert wird; und noch dazu in Wiener Mundart. Der Rabenhof hat es probiert! Herausgekommen ist ein zeitloses Zeitbild und eine Hommage an Christine Nöstlinger, die bei der Premiere auch anwesend war. Mathias Jodl (Dramaturgie) und Anatole Sternberg (Regie) haben einzelne Gedichte aus den Bänden &#8220;Iba de gaunz oamen Frauen&#8221;, &#8220;Iba de
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Selten genug, dass Lyrik dramatisiert wird; und noch dazu in Wiener Mundart. Der Rabenhof hat es probiert! Herausgekommen ist ein zeitloses Zeitbild und eine Hommage an Christine Nöstlinger, die bei der Premiere auch anwesend war.<br />
<span id="more-695"></span><br />
Mathias Jodl (Dramaturgie) und Anatole Sternberg (Regie) haben einzelne Gedichte aus den Bänden &#8220;Iba de gaunz oamen Frauen&#8221;, &#8220;Iba de gaunz oamen Mauna&#8221; und &#8220;Iba de gaunz oamen Kinda&#8221; herausgenommen und zu einem schlüssigen Ganzen zusammengestellt: die Gedichte werden zu Monologen, vermischen sich zu Duetten, &#8211; und es funktioniert tadellos. Die gestörte Kommunikation einer Gesellschaftsschicht, die den eigenen Verfall nur an den Veränderungen in der Nachbarschaft  bemerkt. Und es wäre nicht Christine Nöstlinger wenn so mancher Part nicht ad absurdum führen würde. Dass die Texte angepasst wurden, bemerkt der Laie gar nicht, und auch für Nöstlinger-Kenner sind die Veränderungen nicht im Geringsten störend.</p>
<p>Der Traum von einem anderen Leben</p>
<p>Auf der Bühne finden wir vier stereotype Figuren: eine Mutter (die wie immer großartige Ingrid Burkhard), einen Sohn (Gerald Votava), eine Tochter (überzeugend: Ursula Strauss) und einen Ehemann (Christian Dolezal). Der DJ (Wolfgang Schlögl) sitzt in der Badewanne. Das Bühnenbild ist hell gehalten und in vier gleich große Abschnitte geteilt: Zimmer, Kuchl, Kabinett und Badezimmer, ein durchsichtiger Vorhang teilt die beiden vorderen Teile (Küche und Wohnzimmer) von den beiden hinteren. Das Licht wendet sich dem zu, der mit dem Erzählen dran ist. Zumeist treten die Figuren hervor und verrichten klischeehafte Alltagstätigkeiten, die anderen werden einstweilen zu Statisten. Und es sind diese kleinen vertrauten Handlungen, die uns die Menschen, &#8220;de gaunz oaman&#8221;, näher bringen: wenn Ingrid Burkhard am Küchentisch sitzt, die Arme aufgestützt beim Kaffeetrinken mit der rechten Hand das Häferl schlenkert, um den Kaffeesud, der sich am Boden absetzt, noch aufzuwirbeln. Oder wenn Gerald Votava über die lange Unterhose und das Feinrippunterleiberl den Mantel anzieht, um die Post zu holen. Dazwischen werden die Sehnsüchte und Wünsche auf den durchsichtigen Vorhang projiziert: ganz zart sieht das aus, und ganz zerbrechlich, der Traum von einem anderen Leben.</p>
<p>Die Must-haves des Wiener Proleten: Bierflaschen und Fernbedienung</p>
<p>Die Machtverhältnisse sind klar, und schmerzhaft klar ist auch, dass sich seit den 1970ern, als die Gedichtbände erschienen, nicht viel geändert hat: oder ist es heute denkbarer, dass eine Frau am Abend sich einen Mann aufreißt? Ihm ins Knie zwickt und sagt, &#8220;Geh, stell dich nicht so an, Bub&#8221; und ihn mit einem &#8220;Du willst doch auch&#8221; mit nach Hause nimmt? Die Requisiten sind klischeehaft, aber durchgehend in Weiß gehalten: Tisch, Stühle, Wohnzimmergarnitur und Rollator. Auf dem Tisch liegen die Must-haves des Wiener Proleten: Bierflaschen und Fernbedienung. Die Musik macht Wolfgang Schlögl live, und der sitzt in der Badewanne. Das Orchester sind die SchauspielerInnen selbst, die Requisiten ihre Instrumente: ziemlich cool ist vor allem der aufklappbare Wäscheständer als Schlaginstrument, das den Rhythmus vorgibt. Die Texte werden gesprochen, aber mitunter auch gesungen: leise Klagelieder und lautes Wehgeschrei einer Arbeiterschicht die &#8220;nichts gelernt hat&#8221; untermalt je nach Person und Stimmung: die Mutter, die die ewiggleichen Geschichten erzählt mit den ewiggleichen Gesten wird zumeist von Glockenspielklängen begleitet. Die Tochter hat den Blues, im wahrsten Sinn des Wortes. Die beiden Männer liefern sich einen Sprechgesang über Männer und Macht. Und Christian Dolezal entpuppt sich als wahrer Meister der Onomatopoesie.</p>
<p>Ein Stück über die ganze Wut</p>
<p>Am Ende fügen sich die Monologe dann doch irgendwie zu einer Geschichte zusammen: die Tochter trennt sich nach einem Selbstmordversuch von ihrem Mann, der verlassene Ehemann beschließt nicht zu trauern, weil &#8220;es sich ned dafirsteht für das Luder&#8221;, der Sohn verhurt das Geld seiner Mutter am Gürtel und die Mutter, die sich längst in ihre Welt zurückgezogen hat, bemerkt trotzdem, wie ihr langsam alles entgleitet. Traurig ist das alles irgendwie trotzdem nicht. &#8220;Ich geb ned auf&#8221;, sagt die Mutter am Ende, &#8220;Ich geb ned auf&#8221;. Sternberg und Jodl präsentieren uns eine nicht nur finanziell, sondern vor allem eine sozial verarmte Schicht, ohne sich dabei auf ATV-Niveau herabzulassen. Getragen wird das Stück in erster Linie durch die Sprache: durchgehend im Wiener Dialekt, den man so lange und so konsequent gesprochen schon gar nirgends mehr hören kann. Im Theater schon überhaupt nicht. Das gibt dem Stück eine poetische Note. Und so bleibt am Ende nicht die nackte Hoffnungslosigkeit wie zum Beispiel in Ulrich Seidls &#8220;Hundstage&#8221;, sondern ein Stück Theater, das die Nöstlinger in sich hat: ein Stück über die ganze Wut und die ganze Hilflosigkeit, über die ganzen Träume und Sehnsüchte, eines über die ganz, ganz armen Leute. (Text: Anne Aschenbrenner; Fotos: Rabenhof / pertramer.at)</p>
<p>Regie und Bühne: Anatole Sternberg<br />
Bühnenfassung: Matthias Jodl und Anatole Sternberg<br />
Mit: Ingrid Burkhard, Ursula Strauss, Christian Dolezal, Gerald Votava<br />
Musik und Komposition: Wolfgang Schlögl<br />
Kritik zur Premiere am 17.1.2012 im Rabenhof Theater</p>
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		<title>Mit Musiker I-Wolf in der Badewanne</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 16:33:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>I-Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[I-Wolf]]></category>
		<category><![CDATA[Theater Music]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Schlögl, bekannt mit der Band Sofa Surfers oder mit seinem Solo-Projekt I-Wolf, im Kurier Interview über das Musikmachen am Theater. Wolfgang Schlögl spielt zur Zeit auf vielen Hochzeiten: Im Theater in der Josefstadt sorgt er mit seiner Band Sofa Surfers für die Musik bei Nestroys &#8220;Lumpazivagabundus&#8221;, ab 4. Dezember ist seine Theatermusik wieder in
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Schlögl, bekannt mit der Band Sofa Surfers oder mit seinem Solo-Projekt I-Wolf, im Kurier Interview über das Musikmachen am Theater.<span id="more-681"></span></p>
<p>Wolfgang Schlögl spielt zur Zeit auf vielen Hochzeiten: Im Theater in der Josefstadt sorgt er mit seiner Band Sofa Surfers für die Musik bei Nestroys &#8220;Lumpazivagabundus&#8221;, ab 4. Dezember ist seine Theatermusik wieder in Matthias Hartmanns Nestroy-gekrönter Inszenierung von &#8220;Krieg und Frieden&#8221; zu hören. Derzeit probt der musikalische Wunderwuzzi gemeinsam mit Ursula Strauss (&#8220;Schnell ermittelt&#8221;), Gerald Votava und Christian Dolezal (beide in &#8220;Die Schlawiner&#8221;) für die Bühnenadaption einer Gedichtesammlung von Christine Nöstlinger, die Anfang 2012 im Rabenhof Theater Premiere feiern wird. Bei dem Stück sitzt I-Wolf mit seinem Equipment in einer Badewanne. KURIER.at besuchte ihn in einer Probenpause und fragte den Musiker, wie es dazu kam und sprach mit ihm über die Rolle der (Pop-)Musik im zeitgenössischen Theater, seine aktuellen Projekte und Abenteuer in Sankt Petersburg.</p>
<p>KURIER: Die Hartmann-Inszenierung von &#8220;Krieg und Frieden&#8221; dauert ganze fünf Stunden. Kein Wunder, bei der Dramatisierung eines 1.500-Seiten-Romans. Jetzt mal ehrlich, haben Sie das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gelesen?<br />
Wolfgang Schlögl: Wir haben drei Monate lang geprobt und währenddessen hat man es dann gelesen. Ich habe das Buch nie linear von der ersten bis zur letzten Seite gelesen, aber ich habe mir dann am Schluss auch jene Seiten zu Gemüte geführt, die wir im Stück ausgelassen haben. Es ist in Wahrheit ein toller Workshop gewesen, der auch die Langzeitwirkungen, die die Französische Revolution mit sich gebracht haben, beleuchtet.<br />
In der Badewanne lässt es sich auch musizieren. Wolfgang Schlögl bei den Probenarbeiten für die Nöstlinger-Adaption &#8220;Iba de gaunz oamen Leit&#8221;, die im Jänner im Rabenhof anläuft.</p>
<p>Was nehmen Sie von der Arbeit mit Tolstojs Epos mit?<br />
Es erzählt einem die Geschichte einer Zeitenwende. Es geht um eine dekadente, abgehobene und überzogene Gesellschaft, die einen Krieg geführt hat, der Millionen Menschen betroffen hat, bis ihnen dann selbst der Tod bis zum Bauchnabel gestanden ist. Da muss man an die Jetztzeit denken. Das ist nicht nur ein Kostümschinken in &#8220;pseudo-cinemascopischer&#8221; Form, sondern die Faszination entsteht auch dadurch, dass hier eine Zeitenwende passiert. Das lugt in unserer Zeit auch hervor: Ein Empire geht zugrunde, ein neues kommt. Aber was kommt da und welche Werte wird es da geben? Als Musiker ist es für mich ein Luxus und eine wichtige Sache, sich genau über solche Dinge Gedanken zu machen und daraus Klänge zu schöpfen.</p>
<p>Wie bereitet man sich als Musiker auf so ein Riesenteil vor?<br />
Es gibt zwei Ebenen: die theoretische, wo einem der Regisseur seine Wünsche sagt, zum Beispiel: &#8220;Ich hätte gerne, dass du auf der Bühne stehst und auf DJ machst&#8221;. Dann sage ich: &#8220;Ok, das würde bedeuten, ich arbeite mal an der Musik und dann pressen wir das auf Schallplatten.&#8221; Ab dann bin ich einfach der DJ. In Wahrheit sitze ich aber da und arbeite an Klängen, höre mir Musik aus der Zeit an und verwende dann auch Teile dieser Stücke. Dann nehme ich das Textbuch und muss schauen, dass sich das mit den Textlängen ausgeht. Im besten Fall fällt das den Leuten nicht auf und sie denken nur &#8220;Ah, das ist Schostakowitsch&#8221;. Dass ich da aber gesessen bin und feingetuned habe, bis sich das mit dem Text ausgeht, das weiß natürlich keiner. Wenn sich dann der Text in der letzten Minute ändert, dann sitze ich ziemlich blöd da, das ist alles schon dagewesen. Generell arbeite ich bei &#8220;Krieg und Frieden&#8221; mit drei Plattentellern, zwei Effekten, das Klavier kommt noch rein, die Stimmen werden teilweise mit Effekten belegt, ich habe eine Pauke, eine Melodika, eine Orgel und das spiele ich alles in fünf Stunden, also quasi ein One-Man-Orchester mit einem wunderbaren Pianisten, dem Karsten Riedel.</p>
<p>KURIER: Sie gaben mit &#8220;Krieg und Frieden&#8221; auch Gastspiele. Wie ist das Stück im Ausland angekommen und wie waren die Erlebnisse dort?<br />
Ganz interessant war es in Sankt Petersburg &#8211; quasi am Originalschauplatz von &#8220;Krieg und Frieden&#8221; &#8211; zu spielen. Das Marinskij Theater kommt auch im Buch vor. Es war natürlich klar, dass wir nur einen bestimmten Teil von der Stadt sehen, die Randbezirke haben wir nie zu Gesicht bekommen. Dass das nichts mit der Lebensrealität der meisten Menschen zu tun hat, ist mir klar. Am ersten Abend waren hauptsächlich Repräsentationsmenschen da, da sind auch nach der zweiten Pause die meisten einfach gegangen. Der zweite Abend war studentisch geprägt und das war super. Was man auch sagen muss: In Russland wird sehr intensiv gefeiert, auch das haben wir nicht ausgelassen, nicht zuletzt um dem Druck ein Ventil zu geben.</p>
<p>Prag war ja auch ein Tourstopp &#8230;<br />
Ja, das deutschsprachige Theaterfestival in Prag war auch super, das spielten wir in der Filmstadt, wo auch TV-Schinken wie &#8220;Die Borgias&#8221; gedreht werden. Plötzlich kriegt man ein Gefühl dafür, warum Österreich bei vielen Projekten das Nachsehen hat. Die haben sich dort eine Infrastruktur hingestellt, bei der wir nicht mithalten können: Legebatterien voll von Postproduction-Studios, bestens ausgerüstet. Die haben uns beinhart abgehängt. Wir hätten die Chance gehabt, wir hätten nur schlau sein müssen. Es würde auch unserer ganzen künstlerischen Szene gut tun.<br />
In der Badewanne lässt es sich auch musizieren. Wolfgang Schlögl bei den Probenarbeiten für die Nöstlinger-Adaption &#8220;Iba de gaunz oamen Leit&#8221;, die im Jänner im Rabenhof anläuft.</p>
<p>KURIER: Was ist für Sie das besondere beim Musikmachen für Theaterproduktionen?<br />
In der Arbeit versucht man, jeder Disziplin, die da mit eingebunden ist, ihren Raum zu geben. Die Szenen müssen so ausgeführt werden, dass die Charaktere atmen können. Die Musik ist wichtig, darf aber nicht dominieren. Das sind alles ganz feine Dinge und für mich als Musiker ist ganz generell wichtig, wo das spielt und welche Figuren vorkommen. Was man aber auch sagen muss: Ich habe das Gefühl, dass die Regisseure oft einen sehr konventionellen Musikbegriff haben. Das heißt: Bei einem Pianisten, der sich hinsetzt und Billy Joel spielt und die Schauspieler singen dazu, da komme ich nicht mit. Ich arbeite viel konzeptioneller, ich brauche auch länger, schaue mir den Raum an und so weiter. Einmal habe ich zum Beispiel mit der Klimaanlage gearbeitet. Da habe ich Bändchenmikrofone installiert und den Sound während eines Monologs einfach immer lauter werden lassen. Am Ende des Monologs macht die Schauspielerin die Tür zu &#8211; und Zack, war der Sound weg. Die Leute haben plötzlich alle laut durchgeatmet. Das war alles Teil der Arbeit &#8211; das ist für mich Musik. Das sind auch Dinge, die die Schauspieler zum Beispiel gar nicht wirklich mitkriegen und auch das Publikum nicht bewusst, aber es wirkt definitiv.<br />
In der Badewanne lässt es sich auch musizieren. Wolfgang Schlögl bei den Probenarbeiten für die Nöstlinger-Adaption &#8220;Iba de gaunz oamen Leit&#8221;, die im Jänner im Rabenhof anläuft.</p>
<p>Aktuell proben Sie für &#8220;Iba de gaunz oamen Leit&#8221; von Christine Nöstlinger, das von Anatole Sternberg und Matthias Jodl umgesetzt wird.<br />
Ja, ich spiele ein bisschen mich selbst vor 10 Jahren, auch eine Existenz im Gemeindebau. Ich bin meistens irgendwann am Nachmittag aufgestanden, ich hab&#8217;s nie zum Billa geschafft, bin dann immer zur Tankstelle einkaufen gegangen. Das ging ein paar Jahre lang so und mein Arbeitszyklus hat sich dann so entwickelt, dass ich bis fünf Uhr in der Früh gehackelt hab und mich dann in die Badewanne gehaut hab. Und genau das spiele ich jetzt. Es fängt an um fünf Uhr in der Früh, die Omi sitzt schon am Küchentisch, ich lass grad die Badewanne ein und geh rein.</p>
<p>Im Prinzip wird in der Nöstlinger-Adaption das Dasein von vier Charakteren gezeigt, die in prekären Verhältnissen leben, wie schaut hier der musikalische Ansatz aus und inwiefern unterscheidet er sich von der Arbeit an einem Ziegel wie &#8220;Krieg und Frieden&#8221;?<br />
Wenn ich da in der Badewanne sitze und mit meinen Geräten arbeite, dann ist das das rudimentärste Setup, da gibt es eine Orgel, einen Beat, ein Klopfen und mit diesen wenigen Sachen muss ich die Emotion erzeugen können. Wenn nicht, dann ist das Lied schlecht. Reduktion ist mir ganz wichtig. Ich mache mir für jedes Projekt eine Art Vokabular, in meiner Sologeschichte geht es im Gegensatz dazu um fiebriges Ensemblespiel und Cluster. Das bedeutet eine Überforderung. Hier geht es ums Gegenteil. Ähnlich verfahren wir bei &#8220;Krieg und Frieden&#8221;, wo zum Beispiel ein einfaches Klopfen auf den Tisch den Marsch der Soldaten darstellt.</p>
<p>Was wollen Sie mit diesen Stilmitteln ausdrücken?<br />
Generell sehe ich meine Arbeit im Zeichen der Liebe oder Empathie in Zeiten der Überforderung. Mich interessiert, inwieweit die Emotionalität noch erhalten bleibt in einer Zeit der großen Datenvolumen, Eindrücke, Web-2.0-Kommunikation. Ich möchte mich dem gar nicht verschließen, ich möchte nur ein Augenmerk auf unsere emotionale Verfasstheit legen. Bei dem Stück, das wir gerade proben, geht es mir um die Frage: Wie geht es den Menschen in bildungsfernen Schichten, auf Abstellgleisen? Wie kann man das darstellen ohne sozialpornographisch und voyeuristisch darauf zu schauen? Ich meine, dafür müssen wir den Menschen genug Empathie geben. Ich will nicht nur über die Prolos lachen.</p>
<p>Welche Einflüsse sind künstlerisch für Sie wichtig?<br />
Cy Twombly hat mich als Künstler generell sehr beeinflusst und deswegen scheue ich mich nicht davor, für andere Leute Klanggekrixel zu machen, wenn es adäquat ist. Das bringt mich auch zu dem Punkt: Was sind meine Tonerzeuger? Wir leben ja in einer Welt, wo ich alles reproduzieren könnte. Das ist ein Glück, aber für viele auch ein Fluch, weil man eben alles machen kann.</p>
<p>Und wie unterscheidet sich die Arbeit an den eigenen Platten von der fürs Theater?<br />
Es ist jedes Mal eine neue Welt, egal für welches Projekt. Ich kann eben einfach nicht mit Presets arbeiten, ich kenne Leute, die haben einmal einen Hit und arbeiten dann immer mit Versatzstücken daraus weiter. Ich mache mir eben für jedes Projekt ein eigenes musikalisches Vokabular, das ich dann verwende. Ich würde mir schlecht und billig vorkommen, wenn ich immer mit dem selben Schmäh daherkommen würde. Ich glaube, mittlerweile engagiert man mich auch, weil ich neben meiner musikalischen Tätigkeit auch eine fundierte theoretische Vorarbeit leiste. Das muss einfach sein. Musik kann so vieles sein, und ich bin so glücklich darüber. Mir wird einfach nicht fad.</p>
<p>Wolfgang Schlögls Musik im Theater:</p>
<p>Krieg und Frieden: Premiere am 4.12.2011 im Burgtheater Kasino, weitere Vorstellungen am 5., 6. und 8.12.<br />
Regie: Matthias Hartmann</p>
<p>Der böse Geist Lumpazivagabundus: Theater in der Josefstadt am 12., 16., 18., 27. und 30.12.2011.<br />
Regie: Georg Schmiedleitner</p>
<p>Iba de gaunz oamen Leit: Premiere 17. 1. 2012 im Rabenhof Theater mit Ursula Strauss (schnell ermittelt), Ingrid Burkhard (Ein echter Wiener geht nicht unter), Gerald Votava (FM4), Christian Dolezal (Donnerstag Nacht/Schlawiner)<br />
Regie: Anatole Sternberg</p>
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		<title>Gesamtkunstwerk: Tolstois &#8220;Krieg und Frieden&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 16:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>I-Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater Music]]></category>

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		<description><![CDATA[05.12.2011 &#124; 18:13 &#124;  NORBERT MAYER (Die Presse) Kasino am Schwarzenbergplatz: Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann bringt den epochalen russischen Roman auf die Bühne. Ein konzentriertes Ensemble macht dieses Projekt zum Ereignis. Matthias Hartmann ist nicht Leo Tolstoi, und es wäre auch ungerecht den Burgtheater-Direktor mit dem russischen Romancier zu vergleichen, doch was er aus dessen epochalem, mehr
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			<content:encoded><![CDATA[<p>05.12.2011 | 18:13 |  NORBERT MAYER (Die Presse)<strong></strong></p>
<p><strong>Kasino am Schwarzenbergplatz: Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann bringt den epochalen russischen Roman auf die Bühne. Ein konzentriertes Ensemble macht dieses Projekt zum Ereignis.<span id="more-688"></span></strong></p>
<p>Matthias Hartmann ist nicht Leo Tolstoi, und es wäre auch ungerecht den Burgtheater-Direktor mit dem russischen Romancier zu vergleichen, doch was er aus dessen epochalem, mehr als 1500 Seiten langem „Krieg und Frieden“ auf der Bühne des Kasinos am Schwarzenbergplatz gemacht hat, beeindruckt durchaus. Seit April des Vorjahres hat es zu diesem Projekt immer wieder öffentliche Proben gegeben, am Sonntag war Premiere, die Arbeit hat sich gelohnt. Man bekommt eine der besten Roman-Dramatisierungen zu sehen, ein Highlight der Saison. Diese (inklusive zweier Pausen) vierdreiviertel Stunden über Russland in den Napoleonischen Kriegen sind eine Einladung, sich nach dem Amuse-Gueule das Original vorzunehmen.</p>
<p>15 Schauspieler in Dutzenden Rollen (allein Moritz Vierboom spielt neun) schärfen die Erzählung zu einer ironischen und kurzweiligen Show. Je nach Gusto kann man es kritisch oder lobend verstehen: Hartmanns Inszenierung ist verspielt. Die Musik von Karsten Riedel und Wolfgang Schlögl trägt viel zur Atmosphäre bei. Die längs der Zuschauerreihen angelegte Bühne (Raum und Kostüm: Johannes Schütz) erweist sich als vorteilhaft. Vor den Augen des Publikums wird mit einfachsten Mitteln ein Panorama der Schlachten und Gesellschaften von 1805 bis 1812 entworfen. Graue Tische und Sessel werden zum Laufsteg, dienen auch als Waffen, eröffnen Landschaften und Prunkräume. Im Hintergrund ist ein Puppenhaus-Ballsaal mit Figuren aufgebaut, zudem dient ein Klavier als Aufmarschfläche. Per Videokamera wird dieses kleine Illusionstheater auf großen, beweglichen Leinwänden und auf der Rückwand gezeigt. Aber die zierliche Opulenz bildet nur den Rahmen, den Hintergrund. Was die Dramatisierung hinreißend macht, ist die Wandlungsfähigkeit des Ensembles, ihr intensives Durchwalken des riesigen Stoffes, der von Amely Joana Haag unter Verwendung der altbewährten Übersetzung von Werner Bergengruen zurechtgeschneidert wurde. Die Schauspieler sind so konzentriert bei der Sache, als ob ihnen unmittelbar eine schwere Schlacht bevorstünde.</p>
<p>Verwendet werden vor allem Passagen aus dem ersten Drittel des Buches, betont wird der Sarkasmus, der Tolstoi zuweilen eigen ist. Dessen heiliger Ernst aber fehlt. So entstehen vor allem Figuren, die ins Komödienfach, wenn nicht ins Kabarett passen. Besonders wandlungsfähig ist Ignaz Kirchner, der General Kutusow, ein Kind, Greise, Lakaien und vor allem auch den strengen alten Fürsten Bolkonskij spielt. Es ist eine Lust, ihm bei diesen Metamorphosen zuzusehen, die er spielerisch leicht entwickelt. Auch Sabine Haupt gelingt mühelos der Übergang von einem schweren Charakter wie Bolkonskijs Tochter Marja zu einer nervigen Salondame wie Madame Scherer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Ausgelassener Jahrmarkt der Eitelkeit</h2>
<p>Gundars Āboliņš, der in der Hauptrolle den reichen Grafen Pierre spielt, betont das Tapsige dieses Charakters, er macht ihn zur Lachnummer, den Ernst lässt er weg. Der bleibt für Pierres Freund Andrej Bolkonskij reserviert, den Peter Knaack fast ganz ohne Ironie spielt. Auch Elisabeth Augustin und Rudolf Melichar sind als Ehepaar Rostow eher seriös angelegt, so wie Adina Vetter in Rollen vernachlässigter Frauen. Ausgelassene Komik hingegen ist für die Jungstars reserviert: Yohanna Schwertfeger als Natascha und Sven Dolinski als ihr Bruder Nikolai wirbeln im naiven Fach herum, Stefanie Dvorak zelebriert das Kokette, vor allem als Hélène Kuragina. Sie wird auf dem Jahrmarkt der Eitelkeit fast noch übertroffen von Oliver Masucci, der Hélènes Bruder Anatol spielt. Wie eine lebendig gewordene griechische Statue wirkt er, trägt spätklassische Schönheit verschmitzt zur Schau. Franz J. Csencsits spielt als dessen Vater, Fürst Kuragin, den eitlen Salonlöwen, er mischt in den Charakter aber auch ganz apart die reine Berechnung. Dieses Trio entwickelt Paraderollen. Omnipräsent und in allen Charakteren stark ist Fabian Krüger. Er glänzt als schneidiger Offizier Dolochow, als Klatschweib, als Ballettmädchen, hellwach ist er bei diesen Wandlungen, und seine Augen blitzen listig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>„Kommt zu euch! Was tut ihr?“</h2>
<p>Die Stunden im Kasino mit dieser Melange aus Dichterlesung, epischem Theater, Scherz, Satire und Ironie verfliegen rasch. Hartmann erhöht nach der zweiten Pause das Tempo und setzt vermehrt auf das Komödiantische, auf Gags. Es wird nun weniger erzählt und mehr posiert, aber irgendwann geht natürlich auch den engagiertesten Erzählern die Luft aus. Einige Handlungsstränge sind bereits weit entwickelt, es hat Hochzeiten und Todesfälle und Schlachten in Massen gegeben, doch zwangsläufig muss dieses Unternehmen zerfasern.</p>
<p>Die Schlacht von Borodino ist geschlagen. Erschöpfung setzt ein: „Kommt zu euch! Was tut ihr?“, heißt es. Da tritt der Regisseur auf und gesteht grandioses Scheitern ein. Mit Tolstoi wird niemand fertig. Mehr geht eben nicht an einem Abend. Die Schauspieler dürfen noch berichten, welches Schicksal ihren Charakteren bevorsteht, und dann muss Schluss sein, mittendrin, wie bei Tolstoi. Starker, verdienter Applaus.</p>
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		<title>iwolf, briknie and sixtus preiss live 07 10 2011 @ die Malerei am Bahnhof</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 15:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>I-Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[I-Wolf]]></category>

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		<description><![CDATA[a small little gallery set up by friends in lower austria was the location for a half improvised live session: imperfection and whole hearted empathy find the perfect ballance.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>a small little gallery set up by friends in lower austria<br />
was the location for a half improvised live session:<br />
imperfection and whole hearted empathy find the perfect ballance.</p>
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		<title>Paradies der Tiere: live at WUK &#8211; Oct. 13th 2011</title>
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		<title>Paradies der Tiere: live on Oct. 13th WUK, Vienna</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 15:12:00 +0000</pubDate>
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		<title>my heros vol. 1</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 23:08:35 +0000</pubDate>
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		<title>Movie Premiere of &#8220;526&#8243;</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 20:07:00 +0000</pubDate>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 23:13:00 +0000</pubDate>
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