Sofa Surfers

trailer von “Kleiner Mann, was nun?

Sofa Surfers on technology and theater work at vice.com/alps

 

Sofa Surfers: Superluminal

Sofa Surfers live im WUK

 

Bild zeigt Sofa Surfers
Sofa Surfers

SOFA SURFERS SUPERLUMINAL

superluminal /ˌsuːpəˈluːmɪn(ə)l/
▶adjective having a speed greater than that of light.
– origin 1950s: from super- + L. lumen, lumin- ‘a light’ + -al.

„fix you in the now – like fog in a field
can’t see whats coming
so you’ll just have to feel
superluminal“

Sänger Mani Obeya gibt den Weg für das sechste Studioalbum der Sofa Surfers vor:

In unseren Leben herrscht Verwirrung. Der unglaubliche Datensatz an Einflüssen und der fehlende Filter all dieser Eindrücke in einer multizentrierten, globalisierten Welt zu verarbeiten, lässt uns überwältigt und orientierungslos zurück.

Die Hilfsmittel, um unsere Gesellschaft Menschlichkeit erhält– Empathie, Solidarität und Demokratie – scheinen mit den technologischen, ökonomischen und politischen Transformationen schwer Schritt zu halten. Unsere Leben müssen sich erst an diese neuen sozialen Parameter anpassen. Aber wie gehen Musiker und Künstler mit diesen schnellen Veränderungen um uns herum um?

A LIGHT AT THE END OF THE TUNNEL

Das unter einer ewigen Suche nach neuen Herausforderungen stehende Klangkollektiv hat sich wieder einmal neuen Dingen geöffnet und fand einen zusätzlichen Geist und Stimme in Jonny Sass, einem jungen in Wien lebenden Sänger mit US- amerikanischen Wurzeln. Er stammt aus einer Musikerfamilie und würzt einige Songs am neuen Album mit seiner speziellen Stimme, gleichzeitig harmoniert er perfekt mit Sänger und Tänzer Mani Obeya. Gemeinsam erschaffen sie wunderbare Harmonien und wahrscheinlich die schönsten Songs, die die Sofa Surfers bis jetzt produziert haben.

Die Texte/Stimmen bringen Bedeutung in die Schönheit, Poesie in die Melodien und Inhalt in den Klang. So haben die Songs auf SUPERLUMINAL einerseits klare politische und gesellschaftliche Ansagen und sind gleichzeitig poetische Kommentare zu unserer schnelllebigen Zeit.

Ein feiner Lichtstrahl scheint auch durch die dunkelsten Momente in diesem melancholischen, brodelnden, sogar ein wenig psychodelischen Album. Als ob die Bandmitglieder beschlossen hätten, sich gegen die Zeit zu stemmen, um nach der Schönheit an dunklen Orten zu suchen.

SUPERLUMINAL wurde zu einem Kaleidoskope aller vorangegangenen Soundexpeditionen der Band.

HISTORY IS NOT REPEATING

Die Kerngruppe, bestehend aus Wolfgang Frisch, Markus Kienzl, Michael Holzgruber and Wolfgang Schlögl fing ursprünglich als Freestyle Groove Kollektiv seine Laufband an, in weiterer Folge rutschten sie auch ins Film- und Theatermusikfach. Jeder Bandmusiker entwickelte im Laufe der Zeit eigene Vorlieben und Interessen, die dann wiederum in den Stilkatalog der Band überführt wurde.

Es war schon immer schwer die Sofa Surfers stilmäßig einzugrenzen, zum Beispiel in den Neunzigern als dunkler Downtempo Live Act, in den frühen Nullerjahren als alternatives Hip-Hop/Multi Media Kollektiv. Nach Jahren der Klanggrenzen-Erweiterung fanden sie mit dem ursprünglich aus Nigeria und in Großbritannien aufgewachsenen Mani Obeya neuen Boden, der sich kreativ beackern ließ. Er half das Kollektiv in eine körperlich betonte Post Rock Band zu transformieren, gleichzeitig veränderte seine Präsenz die Band  bei Konzerten in ein vibrierendes Groove Dub Rock Monster >>> http://vimeo.com/37174142

THE CREATION of SUPERLUMINAL

Nach exzessiven Tourneen und Konzertperformances versammelten sich die Sofa Surfers mit Mani Obeya in einem kleinen Studio mit Tageslicht in der Nähe von Linz in Oberösterreich. In dieser positiven Atmosphäre bastelte die Gruppe in 10 Tagen 10 Layouts, die den Kernstock für SUPERLUMINAL bildeten. Nach einer weiteren Songwritingphase arrangierten die Musiker die Songs in ihren privaten Studios verteilt über ganz Wien. So konnte die Band verhindern, in einen Lagerkoller zu verfallen und die Energie positiv zu halten.

An einem gewissen Punkt der Produktion gingen die Sofa Surfers in das Glutamat Studio in Wien, um an 3 Tagen die Schlagzeugspuren aufzunehmen. Danach wurde das Album wieder in Wohnzimmerathmo fertiggestellt.

Im Gegensatz zu ihren vorigen Arbeiten, konnten die Sofa Surfers alle verschiedenen Produktionserfahrungen zusammenzuführen und alle bisherigen Arbeitsmethoden bündeln. So entwickelte sich der Bandsound auf SUPERLUMINAL in weitem Bogen von elektronischen Dub-Referrenzen bis zu experimentaler Soulmusik in einem leicht psychedelischen Indie-Bandfeeling!

AUDIO/VIDEO/GRAPHIX

Sofa Surfers waren zu Beginn sehr von der Klubkultur der 90er Jahre beeinflusst, dabei kam es sofort zu gemeinsamen audiovisuellen Projekten mit befreundeten Kunststudenten bevor noch das Kollektiv als Band in Erscheinung trat. Seit dieser Zeit ist Timo Novotny Teil des Kollektivs und für die Umsetzung der visuellen Konzepte der Sofa Surfers zuständig.

In den frühen Nullerjahren wurden auf den Screens auch die Sänger und Rapper synchronisiert. Sie sangen auf der Leinwand zur Liveband. Später mit Mani Obeya als dezidierten Sänger ging es Timo Novotny auch um die Visualisierung und inhaltlicher Verstärkung der live gesungenen Texte und rundete die jeweiligen Album-Ästhetiken ab.

Für das visuelle Konzept von SUPERLUMINAL schloss sich Timo Novotny mit dem Fotokünstler Bernd Preiml und seinem Team zusammen um den perfekten visuellen Widerpart zum jetzigen Sofa Surfers Sound zu kreieren.

Man kann also ein völlig neues Sofa Surfers Klang- und Bilderlebnis im SUPERLUMINAL Stil erwarten!

Sofa Surfers: Maenner mit Bass

Christian Schachinger, 13. September 2012, 17:13
  • >>>Zur Ansichtssache: Musik macht Mode
    foto: irina gavrich

Die Sofa Surfers zählen zu den international erfolgreichsten Acts des Landes. Auch ihre neue Platte findet die Mitte zwischen Clubkultur und Rockbühne

Die Wiener Sofa Surfers zählen von ihrem Debüt “Transit” von 1997 herauf bis zum nun vorliegenden sechsten Studioalbum “Superluminal” nicht nur zu den international erfolgreichsten österreichischen Acts im Grenzbereich von Rock und Elektronik. Mit ihren dunklen, düsteren, intensiven Klanglandschaften haben die vier Stammmitglieder Wolfgang Schlögl, Wolfgang Frisch, Michael Holzgruber und Markus Kienzl über die Jahre auch einen eigenen “Signature Sound” geschaffen. Besonders deutlich wird das neben regulären Veröffentlichungen wie zuletzt dem titellosen “roten Album” oder “Blindside” auch bei ihren düsteren Soundtracks für die von Wolfgang Murnberger verfilmten Wolf-Haas-Krimis um Privatdetektiv Simon Brenner: “Komm, süßer Tod”, “Silentium!”, “Der Knochenmann”.

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Ausgehend von ursprünglich in Jamaika generierten Dub-Techniken, gelingt es den Sofa Surfers, kollektive Jam-Sessions im Studio und Proberaum zu kompakten, jederzeit als Sofa-Surfers-Kompositionen erkennbaren Tracks zu verdichten. Diese werden auf dem neuen Album von den beiden Sängern Mani Obeya und dem frisch hinzugekommenen Jonny Sass zu kraftvollen Song-Statements im Club wie auf der Konzertbühne verdichtet.

Dass die Sofa Surfers dabei eher auf technische Innovationen und das Klangforschungslabor Dub als noch immer gültige kreative Motivation denn auf modische Neuheiten vertrauen, macht sie zwar grundsätzlich misstrauisch gegenüber jedweden Moden. Laut Wolfgang Frisch ist sich das Experiment mit den Sofa Surfers als Mantelmodels dann aber trotzdem und trotz eher vorsichtig abweisender Haltung “irgendwie ausgegangen”.

Wolfgang Schlögl: “Wenn man sich schon so lange wie wir kennt, ist es gut, so etwas wie den im Dub grundlegenden Bass als gemeinsame Basis zu haben.”

Wolfgang Frisch: “Das Dunkle, Weiche im Dub ist wichtig, auch wenn das aktuell nicht so sehr präsent sein mag.”

Markus Kienzl: “Wichtig ist für uns auch, eine Grundlage zu finden, von der aus man sich in die Musik hineinfallen lassen kann und will.”

Wolfgang Schlögl: “Das wird dann streng repetiert und mit Sounds und Effekten aufgeladen.”

Muss man sich nach all den Jahren also heute eine Bandprobe oder Aufnahmesession der Sofa Surfers als Vorstandssitzung vorstellen, deren erster Tagesordnungspunkt “Gemeinsam improvisieren” lautet?

Markus Kienzl: “Das kann man durchaus so sagen. Der Vorstand gibt die Zielrichtung vor – und wir arbeiten dann konzentriert. Schön, dass es dem Unternehmen zumindest emotional gutgeht.”

Wolfgang Schlögl: “Das pragmatische Element wurde über die Jahre zunehmend wichtiger. Wir haben alle Familien und arbeiten heute schon aus zeitlichen Gründen weitaus effektiver als früher. Wir waren jetzt für das neue Album zehn Tage auf Klausur auf dem Land. Das ist neu für uns.”

Wolfgang Frisch: “Proben von zehn bis 15 Uhr, dann holt man die Kinder von der Schule ab, das funktioniert so nicht. Das wäre Beamtentum.”

Michael Holzgruber: “Wenn man sich schon aufeinander einlässt, will man am Ende auch etwas Greifbares haben.”

Die daraus entstehenden Songs, darauf können sich alle einigen, bieten aufgrund des am Ende hinzugefügten Gesangs noch immer genügend Reibungsflächen und Widerstände, um der Gefahr der Routine und eines Dienstes nach Vorschrift zu entgehen.

Wolfgang Frisch: “Wenn man sich im Groove wohlfühlt, kann man an der Oberfläche kratzen, damit es nicht zu beschaulich oder behaglich wird. Man muss auch aufpassen, dass man sich beim Zusammenspielen nicht zu sehr zurückhält, sonst passiert gar nichts mehr.”

Markus Kienzl: “Wir streiten ganz selten, höchstens über logistische Angelegenheiten. Musikalisch können wir uns aufeinander verlassen. Einerseits ist das Zusammenleben so wie in einer alten Ehe, andererseits wird man im Alter zunehmend weniger kompromissbereit. Ich finde unsere früheren Sachen verdaddelter, heute sind wir fokussierter. Der Zeitfaktor spielt eine enorme Rolle.”

Wolfgang Schlögl: “Gegen eventuelle Routinen hilft auch, dass wir alle zwar heute weniger in Clubs gehen, aber immer noch neue Musik hören. Nicht dass wir jetzt plötzlich Dubstep machen wollen, aber möglicherweise fließt das ein.”

Michael Holzgruber: “Wir haben alle Soloprojekte. Das hält frisch. Sofasurfen allein wäre zu wenig.” (Christian Schachinger, Rondo, DER STANDARD, 14.9.2012)

sofa surferslive at gasometer/VIE: hardwire

sofa surfers live at gasometer 11092010

just finished mastering our sofa surfers live gig at gasometer.
it is supposed to be screened on orf3 sometime still this year.

sofa surfers in der presse

Sofa Surfers: Flucht vor der Szene
15.10.2011   von Karin Schuh (Die Presse)


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Kritik im Standard

Wer das Geld anbetet, verliert sein Leben

Margarete Affenzeller , 16. September 2011 17:30
Artikelbild: Geld bringt Leben (v. li.): Knieriem (Zauner), Leim (Schuchter) und</p>
<p>Zwirn (Teichtmeister).  - Foto: Lilli Strauss/dapd
“Lumpazivagabundus” am Theater in der Josefstadt
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Theater in der Josefstadt

DER BÖSE GEIST LUMPAZIVAGABUNDUS oder
DAS LIEDERLICHE KLEEBLATT
Premiere: 15. September 2011